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Die Zweckmäßigkeit der Herstellung von Prüfgasen durch direkte Mischung der Komponenten bei nahezu Atmosphärendruck ist gegeben, wenn das benötigte Gasgemisch bei erhöhtem Druck nicht hergestellt werden kann (Kondensation) oder darf (sicherheitstechnische Gründe),
wenn aus Kostengründen die Anfertigung einer größeren Prüfgasmenge nicht erfolgen soll oder wenn für orientierende Versuche höchste Genauigkeit des Prüfgases zunächst nicht erforderlich ist.
Die nach der volumetrisch-statischen Methode in der Praxis erreichbare Herstellgenauigkeit der Volumenkonzentration der Beimengung liegt im Bereich von einigen ppm bis 1000 ppm bei ± 4 % rel., so daß in vielen Fällen auf Kontrollanalysen verzichtet werden kann. Bedingt durch die Arbeitsweise mit gasdichter Spritze lassen sich die Luftbestandteile N2, O2 und Ar im ppm-Bereich nicht mit der gleichen Herstellgenauigkeit dosieren.
Es ist die Materialverträglichkeit der inneren Kunststoffschicht (Polyethylen) mit Grundgas und Beimengung sicherzustellen. Das Ausmaß einer eventuell stattfindenen Sorption von Beimengung oder Grundgas an der inneren Beutelwandung ist zu berücksichtigen.
Die Herstellung von Prüfgas nach der volumetrisch-statischen Methode unter Verwendung von Kunststoffbeuteln wird im Rahmen der VDI-Richtlinie 3490 "Messen von Gasen/Prüfgasen" in Blatt 11 beschrieben.
Linde Plastigas®-Beutel sind:
- flexibel, jedoch nicht dehnbar
- gasdicht
- druckfest bis ca. 0,3 bar Überdruck
- temperaturfest bis ca. 50 °C
Aufbau:
- mehrfach-kunststoffkaschierte Aluminiumfolie
- Innenseite mit Polyethylen beschichtet
- Nähte thermoplastisch verschweißt
Gasentnahme/-befüllung über:
- Septum mit Kanüle oder gasdichter Spritze
- Tülle mit Blasenschlauch
- Ventil mit Schlauchanschluß
Der benötigte Überdruck für die Gasentnahme wird durch Zusammendrücken des Beutels erzeugt. Der "Blasenschlauch" besitzt eine konisch geformte Verdickung ("Blase"), mit der ein gasdichter Sitz in der aufgeschnittenen Tülle erreicht wird.
Verschließen der Beutel nach Gasentnahme/-befüllung: Tülle umknicken und z.B. mit Büroklammer oder Klebeband sichern.
Sämtliche Plastigas®-Beutel werden im Postversand geliefert.
Hinweis:
Bedingt durch das thermoplastische Verschweißen und die Innenoberfläche Polyethylen ist nicht ganz auszuschließen, daß der Innenraum der Beutel mit Kohlenwasserstoffspuren verunreinigt ist. Sollen die Beutel für Proben mit Kohlenwasserstoffspuren verwendet werden, so sind entweder vorher Blindwerte zu bestimmen oder die Beutel intensiv mit Inertgas zu spülen.
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